Irgendwas liegt in der Luft und es ist eindeutig nicht Liebe. Ok, die ist auch vorhanden, keine Sorge, aber in der Luft liegt derzeit ein Hauch von mir-gehts-nicht-gut. Sascha ist schon seit gefühlten 3 Monaten erkältet und kommt erst jetzt durch viel Medizin wieder auf die Beine. Trotz ständigen Zusammenseins habe ich mich bislang nicht angesteckt, dafür habe ich meine eigenen Probleme.
Seit ein paar Monaten habe ich wohl, so vermutet der Arzt, eine Unverträglichkeit gegen irgendein Lebensmittel. Wir wissen nur nicht gegen welches. Ich esse eigentlich nichts neues, nichts ungewöhnliches. Natürlich hoffe ich jetzt, dass das nur vorübergehend ist und ich nicht irgendwann auf etwas verzichten muss, das ich gerne mag. Eine Laktoseintoleranz wäre so etwa das schlimmste, was mir passieren könnte, aber ich will mal nicht den Teufel an die Wand malen.
Zudem hatte ich in letzter Zeit für meine Verhältnisse relativ oft Kopfschmerzen. Ich hatte kurz die Vermutung, es könnte an meinen Augen liegen – man merkt ja nicht sofort, wenn man langsam eine Sehschwäche entwickelt. Der Augentest beim Optiker bescheinigt mir allerdings Adleraugen. Schade eigentlich… hätte gerne eine Brille getragen, glaube ich.
Und zu allem Überfluss fühl ich mich heute irgendwie anämisch. Ich bin, laut Sascha, kreidebleich (die wohl einzige Steigerung von meiner alltäglichen Blässe), fühle mich schwindelig, mein Herz rast und mir wird immer schwarz vor Augen, wenn ich auf meinem Stuhl aufstehe. Hab Angst, dass ich irgendwo umkippe, wo mich keiner findet (auf dem Damenklo hier zum Beispiel. Ich glaube, ich bin die einzige, die das benutzt weil hier fast nur Männer arbeiten und die einzigen weiteren Frauen entweder krank oder in Reichweite eines anderen Klos sind).
Genug ge-emot… weiterarbeiten.
Dies ist nun immer noch nicht der große Rückblickeintrag, aber der kommt noch, denke ich. Oder ich schiebe ihn so lange auf, bis es spät genug ist, um mit mangelnder Relevanz zu argumentieren.
Zum Titel, ich hab heut mal ne Pause von meinem Urlaub genommen, sprich, ich bin zur Arbeit gefahren. Gestern Abend wurds spät, also hatte ich nur 5 Stunden Schlaf, was irgendwie unschön war. Habs aber überlebt. Etwa 5 Stunden war ich bei PPI in meinem für die nächste Praxisphase destinierten Büro und habe mir von Malte, einem neuen NAK-Studenten, der im September bei PPI angefangen hat, meine zukünftige Aufgabe erklären lassen. Wie viel davon hängen geblieben ist, sehe ich dann übernächste Woche.
Haben danach auch schon Tisch und Stuhl für mich platziert, ich bin nun stolze ‘Besetzerin’ eines Logenplatzes direkt vor der Tür, von dem aus ich jeden beobachten kann, der vorbeigeht - und umgekehrt. Dafür sitze ich aber mit dem Rücken zum Fenster, das ist schön.
Nun genieße ich seit ein paar Stunden wieder die traute Faulsamkeit des Nichtstuns und freue mich auf die noch kommenden 9 Tage Urlaub. Viel WoW, Scrubs (bald startet Staffel 8 in den USA; bis dahin wollen wir die 7. Staffel, die wir gerade gekauft haben, zuende gucken) und viiiiiel Schlaf stehen auf dem Plan. Apropos Schlaf. —> Bett.
Das bereits erwähnte social Event fand Freitagabend statt. Da unser Rechnungswesen-Professor wie wir zum Glück keine Lust hat, freitags bis 16 Uhr in der Uni zu hocken, ließ er uns früher raus und wir kamen dank Noras 4-Rad-Antrieb nur wenige Minuten zu spät bei PPI an.
Alle waren schon im Raum Carmen versammelt und sobald wir uns die letzten 3 Stühle geschnappt hatten, konnte es auch schon weiter- bzw. losgehen. Eine kurze Vorstellungsrunde, ein paar aktuelle Themen, Geplauder bis kurz vor 6. Grüppchenweise ging es dann nach Eppendorf zum Meridian Spa. Holla die Waldfee. Die Lobby beging zwar einige Stilverbrechen, jedoch konnte man den Gesamteindruck der Einrichtung als “dekadent” bis “scheißedel” betiteln - im positiven Sinn. Die Mitgliedschaftskarten kosten dort nicht umsonst 100 Euronen im Monat.
Nachdem wir alle unsere Armbänder inkl. Chip bekommen hatten, teilten wir uns geschlechterweise zum umziehen auf - auch hier ein “wow” an die Einrichtung. In einem Zwischenstockwerk roch es zudem angenehm nach Saunaaufguss. Noch ein Stockwerk höher trafen wir dann auf den Endgegner, die Kletterwand mit all ihren Tücken. Die beiden freundlichen und zu 50% auch überaus schnuckeligen Trainer begrüßten uns, teilten Schuhe aus (welche beim Klettern generell recht eng sein müssen) und erklärten uns die diversen Aufgaben.
Erst ein wenig die Wand beschnuppern, ohne Gurt auf Körperhöhe rumhangeln, runterfallen usw. Danach dann gesichert und in 3 bis 4er-Teams gemeinsam die unendlichen Weiten der Wand erkundet. Ich hab mich dabei mehr oder minder geschickt angestellt. Das ein oder andere Mal kam ich schon ein paar Meter hoch, allerdings fehlt es mir doch an Kraft um mich länger festzuhalten und generell bin ich einfach die Unsportlichkeit in Person. Dafür leide ich aber, im Gegensatz zu anderen Herrschaften *zur Seite schiel*, absolut nicht unter Höhenangst. Als gegen Ende der Veranstaltung also der süße Trainer die Wand komplett hochkletterte und sich danach vom nicht-so-süßen Trainer langsam abseilen ließ, entfuhr mir ein ganz ehrliches “Boah, das will ich auch machen!”, das prompt erhört wurde. Der nicht-so-süße Trainer führte uns mehrere Treppen hoch, bis wir unterm Dach auf einem Podest standen, gegenüber der Spitze der Kletterwand, wo kurz zu vor noch der Süße gehangen hatte. Man dürfe nun also, natürlich gesichert, die gut 10,5 Meter in die Tiefe springen. Wer möchte zuerst? Ich.
Ein toller Adrenalinstoß. Als ich auf der Kante stand, habe ich kurz gezögert, tat es dann aber wie auch bei Sprungbrettern im Schwimmbad, einfach los, nachdenken kann man später. Da ich gedacht hatte, dass ich langsam abgeseilt würde, war der Schrecken über den freien Fall zuerst groß. Gut 3 Meter über dem Boden straffte sich das Seil aber, sodass ich ein erleichtertes “Oh mein Gott!” ausstoßen und langsam zu Boden sinken konnte. Die meisten anderen sprangen dann auch (ich habe ihnen Mut gegeben!) und ich wagte es noch ein zweites Mal, damit Sascha auch zugucken konnte (der hatte sich beim ersten Sprung gerade treppab geschlichen und nix mitgekriegt).
Insgesamt also eine recht schmerzhafte (Hand und Ellbogen verschrammt, blauer Fleck am Oberschenkel) aber doch auch schöne Erfahrung, die ich nicht bereue.
Leider hatte ich schon wieder ein wenig Kopfschmerzen bekommen, deshalb sehnte ich mich nach einem warmen Plätzchen, guten Essen und vor allem Flüssigkeit. Mit letzteren tat sich die Küche des “Hatari”, wo wir nach dem Klettern den Abend ausklingen lassen wollten, etwas schwer. Dieses Restaurant serviert übrigens nicht, wie man vermuten könnte, Sushi o.Ä., sondern reine und echte pfälzer Küche: Saumagen inklusive. Ok, der Schuppen war brechend voll, dennoch will ich nie wieder 30 Mins auf meine Cola warten müsen. Das Essen kam auch recht spät, war dafür aber üppig und ganz lecker.
Gegen 1 Uhr waren wir zuhaus und froh, endlich ins Bett fallen zu können. Den nächsten Studententreff müssen wir organisieren, da denken wir uns was feines aus…